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Propino verweist Marthe und Braemar auf die Plätze

Dienstag, den 06. November 2012 um 00:00 Uhr

Bitburger

24. Bitburger Braugerstentag kürt die besten Erzeuger der Region

Bitburg. Gestern fand er zum 24. Mal statt: der Bitburger Braugerstentag, bei dem alljährlich im November die besten Braugersten der regionalen Erzeuger gekürt werden.
Erstmals gelang der Sorte "Propino" der Sprung aufs Treppchen – alle drei Erstplatzierten gehören zu dieser neu zugelassenen Sorte. Die Vorjahressieger "Marthe" und "Braemar" belegen die Plätze ab Position vier. Die Siegergerste kommt aus dem Anbau von Peter Streit in Metterich und erreichte 22,5 von 26 möglichen Punkten. Auf Platz zwei folgt Frank Horns aus Pronsfeld (22,5 Pkt.) sowie Joachim Lenz aus Winterspelt-Elcherath mit 22 Punkten auf Platz drei.

Der Bitburger Braugerstentag hat sich als Branchentreff etabliert. Sein Ziel ist es, die enge Zusammenarbeit sowie den kontinuierlichen Austausch zwischen Braugersten­erzeugern, Mälzereien, Verbänden, Politik und Brauerei zu fördern. Das DLR (Dienstleistungszentrum ländlicher Raum) Eifel und die Bitburger Braugruppe laden alljährlich Erzeuger und Vertreter der Fachverbände nach Bitburg ein, um einen fachlichen Dialog zu führen und die besten Braugersten zu prämieren. Jan Niewodniczanski, Geschäftsführer Technik der Bitburger Braugruppe, und Alfred Lorenz vom DLR Eifel begrüßten die rund 60 Gäste im Schulungs-Center der Bitburger Brauerei.

Den ersten Fachvortrag hielt Dr. Georg Stettner, Bereichsleiter Technologie und Qualitäts­wesen der Bitburger Braugruppe. Er stellte das "Berliner Programm" vor, in dem jeweils die vom Bundessortenamt neu zugelassenen Braugerstensorten hinsichtlich ihrer qualitativen Verarbeitbarkeit in Mälzerei und Brauerei geprüft werden. Hierfür werden in verschiedenen Regionen Deutschlands in Kooperationen mit den jeweiligen Züchtern Großanbauversuche durch­geführt, die anschließend von verschiedenen Mälzereien und Brauereien der jeweiligen Region verarbeitet und ausgewertet werden. Ein aus Teilnehmern aller Wert­schöpfungs­stufen (Erzeuger, Mälzer, Brauer), der Rohstoff-Institute der VLB-Berlin und der TUM Weihenstephan sowie des Bundessortenamts zusammengesetztes Sortengremium der Bundesbraugerstengemeinschaft trifft da­rauf­­hin die Auswahl der im Großversuch einzusetzenden Sorten und entscheidet über Verarbeitungsempfehlungen.




"Dieser Austausch aller Wertschöpfungsstufen kennzeichnet auch unseren Bitburger Braugerstentag. Wir sind stolz, nun schon im 24. Jahr Gastgeber dieser regionalen Branchenplattform zu sein. Denn trotz unterschiedlicher Perspektiven haben alle Teilnehmer unserer Tagung ein gemeinsames Ziel: den Erhalt der Braugerstenqualität in unserer Region", so Niewodniczanski in seinem Grußwort.

In seinem Jahresrückblick ließ Peter Schwickert vom DLR Eifel zunächst das Braugerstenjahr 2012 klimatisch Revue passieren. Anschließend erläuterte er die Wettbewerbs­kriterien und gab einen qualitativen Überblick über die insgesamt 29 eingereichten Gerstenproben.

Nach der Siegerehrung dankten Alfred Lorenz und Jan Niewodniczanski allen Teilnehmern und Gästen für die gemeinsamen Anstrengungen zum Erhalt der regionalen Braugersten­qualität und luden im Foyer des Bitburger Schulungs-Center zum Imbiss ein – und natürlich zu einem frisch gezapften Bitburger.

Bild: (v.l.n.r.): Alfred Lorenz (DLR Eifel), Peter Streit (Platz 1), Frank Horns (Platz 2) und Jan Niewodniczanski (Geschäftsführer Technik der Bitburger Braugruppe)